Der weibliche Zyklus

Das vergessene Geschenk.
Warum ein Leben jenseits des eigenen Zyklus zu Erschöpfung führt.

Ich liege auf meinem Bett in China und starre an die Decke.
In mir ist eine tiefe Erschöpfung.
Ich fühle mich fremd.

Fremd in mir und fremd in einem Land, das mir mit jeder Facette Kraft raubt.
In mir tauchen Fragen auf. Viele Fragen, doch vor allem die Frage nach dem Grund: Was hat mich bewegt diese Entscheidung zu treffen? Meine Sachen zu packen und in ein Land zu ziehen, das meinem Wesen überhaupt nicht entspricht?

Wenn ich im Nachhinein auf diese Lebensetappe zurückblicke, habe ich die Antwort auf die Frage gefunden. China war mir ein großer Dienst, um zu verstehen, was mir nicht dient. Nach dieser Zeit hatte ich meinen ersten Burnout.

Ich musste mir vieles eingestehen, unter anderem auch, dass ich mir fremd geworden war, meiner eigenen Natur. Ständig dieser Druck in mir, Leistung zu erbringen. Ständig dieser Wunsch in mir, meinen Lebenslauf um ein weiteres Highlight zu schmücken, wie man es nach gesellschaftlichen Normen als Erfolg ansehen würde. Ich dachte, ich müsste das tun, um mithalten zu können und um schlussendlich in dieser Welt zu bestehen.

Bis ich genug davon hatte. Bis ich so erschöpft war, dass gar nichts mehr ging.

An diesem Punkt angekommen, fing es an zu drehen.
Die Abwärtsspirale war an einem Nullpunkt angekommen, sodass meine innere Kraft für mich einzustehen, größer wurde als die Angst gegen den Strom zu schwimmen.

Nachdem ich mir einige Monate Auszeit genommen hatte, um mich aufzutanken, fing ich an für meine Träume loszugehen.

Ich fing an meine innere Stimme ernst zu nehmen, die mir bereits vor China klare Antworten gegeben hatte. Ich gründete mein erstes Unternehmen, einen Onlineshop und zog an einen Ort, an dem ich mich bisher in meinem Leben am wohlsten gefühlt hatte.

Aber noch mehr als das. Ich fing vor allem an mich zu fragen, was meine wahre Natur ist. Die große Frage: „Wer bin ich?“
Und ich wollte einen Lebensstil für mich finden, der mich nicht mehr ausbrennen lassen würde, sondern erfüllt und glücklich macht.

Diese Fragen begleiten mich jetzt schon viele Jahre, sie führten von Ohnmacht hin zur der Annahme meiner eigenen Macht und der Entdeckung der Kraft & Schönheit des Frau Seins. 

Ich testete nämlich in den darauffolgenden Jahren weiter verschiedene Pole des Lebens aus, um mich als Frau zu finden. Der Weg führte mich in eine langjährige, gleichgeschlechtliche Beziehung, später ins alleinerziehende Mama Sein, wiederrum später durch eine Krankheit der weiblichen Organe, bis hin zur Entdeckung der Mondin und ihrem Einfluss und Geschenk auf unseren Zyklus.

Durch alle Phasen hindurch meldete sich mein Zyklus.
Ich hatte Zeiten, da schmerzte mich mein Zyklus unglaublich.
Ich hatte Zeiten, da nahm ich die Pille und ignorierte ihn.
Ich hatte Zeiten, da wünschte ich mir, ich könnte dieser Bürde entfliehen.
Ich hatte Zeiten, da feierte ich das Geschenk der Fruchtbarkeit.
Ich hatte Zeiten als schwangere Frau & Mama, da kam er gar nicht.
Und ich habe Zeiten, heute, da liebe und ehre ich ihn

Ich kann heute sagen, dass ich eins bin, mit meinem Zyklus. Täglich verbunden, dankbar, achtsam. Denn ich habe gelernt ihn als Schlüssel & Botschafter für meine Weiblichkeit und meinen eigenen, natürlichen Rhythmus zu sehen.

 

Nie hätte ich mir träumen lassen, dass dies einmal meine Worte sein würden. Doch wie es meistens im Leben ist: Das, was für einen selbst sich am entferntesten anfühlt, birgt auch eine große Chance der Heilung und Transformation in sich.

Mein Zyklus war also etwas, womit ich mich eigentlich gar nicht beschäftigen wollte. Ich sah den Sinn darin nicht. Ich sah es als gegeben, dass es eben als Frau so ist, wie es ist und man sich damit arrangieren müsse. Ich erinnere mich noch gut an den Satz zu meinem ersten, festen Freund. Ich sagte zu ihm: „Lieber wäre ich ein Mann, als eine Frau. Ihr habt es doch viel besser, als wir!“.

 

Wäre ich diesen Weg nicht gegangen, diesen Weg von Hass zu Liebe, könnte ich dich heute vermutlich nicht verstehen. Ich würde nur eine Facette verstehen, die, der Liebe, des Hasses, oder der Neutralität.

 

Es braucht Mut für uns Frauen, ja zu sagen zu unserem Zyklus. Ja zu sagen, zu den Phasen, in denen sich unsere Energien nach innen richten, denn wir leben in einer Gesellschaft, die Erschöpfung als Statussymbol ansieht.

 

Es ist daher ein weiter Weg, für uns als Frauen, zurück zu unserem Zyklus. Wir sind es gewohnt und durch die Gesellschaft geprägt, Leistung zu erbringen, dass wir die Schönheit am Rückzug verlernt haben. Doch Rückzug ist eine Energiequalität, die wir Frauen mit jedem Zyklus durchlaufen.

 

Wie sollen wir also den Kontakt zu uns finden, wenn wir im Außen immer mit der Botschaft schneller, höher, weiter konfrontiert werden?
Wenn wir als Frauen ständig im tun sind und das Sein, das Pause machen, keinen Wert mehr hat.
Wir vertagen es in den Urlaub, anstatt in unseren Alltag zu integrieren. Wir kämpfen also jeden Monat gegen einen Teil unserer Natur. Wir übergehen während dieser zwei Wochen unseres Zyklus, unseren Körper und unsere tiefe Sehnsucht nach Kontakt mit uns selbst. Obwohl unser Körper uns eigentlich die Signale gibt, nach innen zu schauen, zu reflektieren, uns aufzutanken und loszulassen, laufen wir weiter im Hamsterrad.

Ich lade dich daher ein, mutig zu sein. Ich lade dich ein, diese tiefe, innere Entscheidung für dich, für dein Frau Sein zu treffen und dich auf eine Reise zu begeben. Eine Entdeckungsreise, bei der du die Forscherin deines eigenen Körpers wirst: neugierig, wach, liebevoll und in kleinen Schritten dein eigenes Mysterium zu entschlüsseln.

Das Gute ist, dass obwohl der Zyklus für jede Frau ihren eigenen Heilungsweg beinhaltet, es vier Grundenergien gibt, an die wir uns gemeinsam erinnern und vor allem, an denen wir uns orientieren können.

Denn innerhalb eines Zyklusmonats durchlaufen wir Frauen vier verschiedene Energiequalitäten, die des Frühlings, Sommers, Herbsts und Winters. Oder in anderen Worten ausgedrückt, die der Jungfrau, der Liebenden, der Zauberin und der weisen Alten.

 

Es waren für mich selbst in meinem Leben Initiationen. Dann, wenn ich es am wenigsten erwartet habe, zeigte sich mir eine in ihrer ganzen Kraft und Schönheit. Jede so unterschiedlich, jede kraftvoll und einzigartig. Jedes Mal war ich tief in Demut über die Schönheit jeder einzelnen Zykluspriesterin. Sie stehen uns als Archetypinnen und Wegbereiterinnen zur Verfügung. (Am Ende dieses Beitrags findest du die Möglichkeit mehr Wissen über diese 4 Priesterinnen zu empfangen)

Jede dieser Phasen entspricht, wenn man vom „harmonischen“ Zyklus spricht, ebenfalls einer Phase des Mondes. Bluten wir also im Einklang mit dem Mond, so ist unser innerer Neumond (Blutungszeit) zur gleichen Zeit, wie der Neumond am Himmel. Oder mit Blick auf den Vollmond am Himmel, entspricht das dann unserer fruchtbaren Phase unseres Zyklus. Natürlich gibt es viele Phasen dazwischen, sowie das antizyklische Bluten. Was das für uns Frauen bedeutet, habe ich hier in einem weiteren Artikel beschrieben

Ausschlaggebend für unsere Energien ist aber vor allem der innere Mond. Also dein eigener Zyklus.

Nachfolgend findest du einen kurzen Ein- & Überblick, zu den vier verschiedenen Zyklusphasen. Vorab sei noch erwähnt, dass die Übergänge zwischen den einzelnen Phasen fließend sind und es immer ein paar Tage gibt, so sich zwei Energien mischen.

 

 

 

Die  vier Zyklusenergien

Frühling

Befindest du dich in der Phase des Frühlings (nachdem deine Blutung beendet ist), fällt es dir leicht deine Projekte umzusetzen. Hier stehen uns unsere männlichen Energien auch als Frau zur Verfügung. Es ist sichtbar an gesteigerter, körperlicher und geistiger Aktivität, analytische Fähigkeiten. Hier ist die Zeit, wirklich zu tun, ohne dabei auch auszubrennen.

 

Sommer

Nach dem Frühling, kommt der Sommer. Wie in der Natur, auch in uns. Jetzt befinden wir uns in der Zeit unseres Eisprungs. Wir sind energetisch attraktiv, lieben es vielleicht uns auch im Außen dementsprechend „schön“ zu machen. Wir sind gesellig, haben Lust in Kontakt zu gehen und sind empfänglich für physische, als auch geistige Kinder.

 

Herbst

Nach dem Sommer, folgt der Herbst. Wir befinden uns in unserer Lutealphase. Das meist unbefruchtete Ei, fängt an sich wieder abzubauen. So wie wir körperlich loslassen, so tun wir dies auch energetisch. Wir sind wild und emotional. Die Energien, die sich in den ersten zwei Wochen und somit ersten 2 Phasen unseren Zyklus nach außen richteten, fangen nun für die darauffolgenden zwei Wochen an, sich nach innen zu richten. Der Schleier zu unserer Führung, unserer Intuition wird dünner und somit leichter zugänglich. Körperliche Energien fangen dafür an zu sinken.

 

Winter

Bis wir in der letzten Phase unseres Zyklus ankommen, dem Winter. Unsere Blutungszeit. Wir reinigen uns und schließen unseren Zyklus auf einer Ebene ab und öffnen gleichzeitig die Tür für den neuen Monat. Mit jedem Zyklus durchlaufen wir ein Thema, das wir Frauen für uns transformieren dürfen. Wenn wir uns in dieser Blutungsphase Zeit nehmen, zu meditieren und nach innen zu schauen, können wir diesen Schlüssel für uns heben und fangen an, mit unserem Zyklus zu fließen. Wir nutzen ihn als Schatz und Erkenntnis, worum es für uns den kommenden Monat geht. Wir weben somit mit jedem Zyklus einen Teil unseres eigenen Seelenweges.

 

Ich wünsche daher jeder Frau von Herzen, dass sie mit sich und ihrem Zyklus verbunden ist. Dass sie ihren Zyklus als größten Schatz ihrer Weiblichkeit und ihres Lebens anerkennt und Freude hat, auf diese lebenslange Reise. Auf diese Wegbegleiterin in dir, die alle Antworten für dich hat.

 

Wenn du tiefer gehen möchtest, empfehle ich dir mein Freebie herunterzuladen:

Kostbar und doch für dich kostenlos

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.